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Naturheilkunde in der Praxis Dr. med. Peter Lumbeck

 

Naturheilkunde

Hippokrates betonte eine ganzheitliche Medizin, er sah den Menschen als Teil des Kosmos, als Teil einer unverklärten - weder guten, noch schlechten - Natur.

Unsere Hightech-Welt verleitet uns, unser Leben zu "Ratio"-nalisieren, wobei unsere ureigensten Bedürfnisse, unsere Lust an der Liebe und am Leben in der Natur, verloren gehen können, wenn wir nicht aktiv etwas dagegen tun.

Naturheilkundliche Heilverfahren haben in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen.

Das steigende Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein der Menschen fordert nicht nur einfach Gesundheit und Abwesenheit von Krankheit, sondern eine "bessere Lebensqualität", mit mehr Vitalität in jedem Lebensalter.

Jeder Mensch als Individuum in seiner besonderen Situation verlangt seine ganzheitliche, individuelle Therapie.

In meiner Eigenschaft als Notarzt werden naturheilkundliche Ansätze zunächst wohl kaum sichtbar. Ein Patient, der einen akuten Herzinfarkt erleidet oder ein Patient, der bei einem Verkehrsunfall lebensbedrohlich verletzt wird bedarf akuter schneller zielgerichteter lebenserhaltender Hilfe. Hier haben sanfte ganzheitliche Ansätze der Naturheilkunde keine Einsatzmöglichkeit. Jegliche Therapie würde viel zu spät kommen, - wenn sie überhaupt greifen würden.

Naturheilkunde kann rechtzeitig initiiert mit ihrem individuellen Therapieansatz wesentlich zu einer gesteigerten Lebenslust und Vitalität beitragen.

Grundlegendes zu Naturheilverfahren

Naturheilverfahren sind medizinische Heilmethoden, die der Vorbeugung, Heilung oder Linderung von Krankheiten dienen, indem Sie die selbstregulativen Kräfte des Organismus anregen. So plausibel die gegebene Definition für Naturheilverfahren sein mag, so wenig kann sie in der Praxis befriedigen, denn die Impfung mit einem gentechnologisch hergestellten Hepatitis-B-Impfstoff wirkt vorbeugend durch eine Aktivierung des körpereigenen Immunsystems. Penicillin ist ein Stoff natürlichen Ursprungs.

Ordnungstherapie

Geprägt wurde der Begriff Ordnungstherapie durch den Pfarrer Sebastian Kneipp, der sie als eine der fünf Säulen seiner Therapiebezeichnete. In seinem literarischen Werk hat er aber die Ordnungstherapie nirgends definiert!
Heute ist Ordnungstherapie ein Begriff für die ganzheitliche Betrachtungs- und Denkweise.
Ganz allgemein beschäftigt sich Ordnungstherapie mit dem Menschen in seiner Umwelt und dem Austausch zwischen Mensch und Umwelt.

Ernährungstherapie

Richtige Ernährung ist die Grundlage für den erfolgreichen Einsatz von Naturheilverfahren.
Seit einigen Jahren wächst das Bewusstsein dafür, dass Ernährung nicht nur Sättigung sondern auch Erhalt von Gesundheit bedeutet. Ernährungsfehler können jahrzehntelang kompensiert werden, Zusammenhänge mit Erkrankungen sind meist nicht direkt zu erkennen. Mit dem zunehmenden Wohlstand hat sich das allgemeine Ernährungsverhalten in den letzten Jahrzehnten zudem eher in eine gesundheitlich ungünstige Richtung entwickelt (Metabolisches Syndrom, -. Diabetes mellitus 2b, Hyperurikämie, Hyperlipoproteinämie, Hypertriglyceridämie).

Ordnungstherapeutische Aspekte der Ernährung

Es gibt hier einfache, aber wesentliche Verhaltensregeln beim Essen.

Ruhe zum Essen! Nicht schlingen, sondern kauen, - mehrfach. Die Nahrung wird wahrgenommen.
Nahrungsaufnahme dient der Gesunderhaltung, nicht der Ersatzbefriedigung.
Man sollte die Mahlzeit bei leichter Sättigung beenden.
Abends möglichst leichte Kost und nicht nach 19:00 Uhr essen.
Enthält eine Mahlzeit Frischkost, so sollte diese zuerst verzehrt werden.
Einfach und maßvoll, jedoch vollwertig und abwechslungsreich essen.

Nahrungsbestandteile und deren Verhalten im Körper

Eiweiß
Die Empfehlungen zur täglichen Zufuhr von Eiweiß sind mehrfach revidiert worden. Den 50er Jahren entsprechend wurde 1,0 - 3,5 g/kg KG empfohlen, heute empfiehlt man 1 - 2 g/kg KG je nach körperlicher Betätigung

Fett
Ebenso wie die Eiweiße dienen die Fette in erster Linie als Bausteine, nicht als Energieträger. Fette sind nicht zu unterschätzen. Jede Zellmembran enthält die Doppellipidmembran und Cholesterine.

Cholesterin
Zwei Drittel des Cholesterinbedarfs werden vom Organismus selbst gedeckt. Nur ein Drittel wird über die Nahrung zugeführt. Entscheidend ist nicht die alleinige Höhe des Cholesterins, sondern die Relation HDL zum Gesamtcholesterin, bzw. HDL zu LDL. Eine vegetarische Ernährung wird diese Relation günstig beeinflussen.
Cholesterin zählt zu den Fetten die in unseren Körperzellen viele lebenswichtige Aufgaben erfüllen. Es dient als Baustoff für die Zellwände, für bestimmte Hormone und Vitamine. Es hilft bei der Immunabwehr und bei der Bildung der Gallensäuren, ohne die unser Körper zum Beispiel kein Fett verdauen kann. das HDL - Cholesterin hat “schützende” Eigenschaften.

Was passiert bei zuviel Cholesterin im Blut? Ein Zuviel an Cholesterin kann durch erhöhte Zufuhr mit der Nahrung oder durch eine erbliche Veranlagung zur Mehrproduktion entstehen. Dann kann sich das “schädliche” LDL-Cholesterin, in den Gefäßwänden ablagern. - Diese Ablagerung wird durch Infektionen verstärkt. Die Folge: beginnende Arterienverkalkung, die Sauerstoffversorgung des Herzens verschlechtert sich, das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt. Cave Leistungssportler!

Doch dies ist noch kein Grund zum Erschrecken. Demgegenüber können Sie durch eine Senkung des Cholesterinspiegels das Infarktrisiko deutlich reduzieren. Um das Herzinfarktrisiko deutlich zu mindern, sollten Sie neben dem Cholesterin auch weitere Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Nikotin, Alkohol und Stress aktiv bekämpfen.

Kohlenhydrate
Im Gegensatz zu den Proteinen und Fetten dienen Kohlehydrate in erster Linie als Energielieferanten für den Zellstoffwechsel. Wichtigster Energielieferant ist die Stärke, die hauptsächlich im Getreide, Kartoffeln und Gemüse enthalten ist. Frisches Obst enthält Fruktose und Glucose. Schokolade und andere Süßigkeiten etc. sind zu meiden.

Vitamine und Mineralien
Obst gehört durch seinen Reichtum an Mineralien und Vitaminen, besonders Kalium und Vitamin C in den täglichen Speiseplan. Für den vollständigen Abbau von Glukose und anderen Zuckern werden alle B-Vitamine benötigt. Nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma, bei einer Neuropathie, oder einer Nervenläsionen beschleunigen B-Vitamine die Regeneration.

Praktisches Vorgehen bei der Ernährungsumstellung

Die erfolgreiche Umstellung auf eine gesunde Ernährung muss langsam und schrittweise erfolgen.
Eine dauerhafte Änderung der Ernährungsweise ist immer an Einsicht des Patienten gekoppelt.
Die Umstellung der Ernährung sollte individuell angepasst sein.
Gewöhnlich tritt spätestens einige Wochen nach konsequenter Umstellung eine Besserung ein.

Verhaltensempfehlungen für die Ernährungsumstellung

Ein häufiges Problem bei der Umstellung ist der Meteorismus. Gutes Kauen schafft hier Abhilfe.
Bei manchen Menschen führen Fruchtsäfte oder die Kombination Obst und Getreide (übliches Müsli) zu starken Blähungen.
Fertiggerichte, Gemüsekonserven aus dem Haushaltsplan streichen.
Durst mit Wasser oder ungesüßten Tees löschen, keine Limonade oder Alkohol.
Cave Energiewert pro Gramm! Eiweiß und Kohlenhydrate Faktor 4, Alkohol Faktor 7 und Fett Faktor 9.
Künstliche Süßstoffe streichen, da appetitanregend.
Tiereiweißhaltige Produkte reduzieren.
Fettverbrauch insgesamt einschränken.

Heilfasten

Einführung
Beim Fasten handelt es sich um einen freiwilligen, seit Jahrtausenden als Heilverfahren bekannten Nahrungsverzicht. In vielen Religionen wird das Fasten als Möglichkeit betrachtet, näher zu Gott und zu sich selbst zu gelangen. Im Buddhismus unterstützt das Heilfasten die Meditation, um zu sich selbst zu finden. Nosce te ipsum, - erkenne dich selbst. Der menschliche Körper besitzt die Fähigkeit, für gewisse Zeit schadlos ohne Nahrungszufuhr zu leben, so beinhaltet unser cirkadianer Rhythmus nachts eine ca. zwölfstündige “Fastenperiode”. Bei akuten Krankheiten (z.B. grippaler Infekt, Gastroenteritis mit Diarrhö) verweigert der Kranke oftmals spontan die Nahrungsaufnahme.

Fastenwirkung

In den ersten Fastentagen Umschaltung der hauptsächliche Energiegewinnung vom Kohlenhydratstoffwechsel auf Eiweiß- und später auf Fettstoffwechsel. Nach einigen Tagen wird der Energiebedarf fast nur aus Fett gedeckt. Würde der Körper weiterhin Eiweiß verbrennen, würde der Körper sich über diese Katabolie selber verdauen.
Gesteigerte Diurese, Natrium sinkt, extrazelluläres Flüssigkeits- und Plasmavolumen sinkt. Dadurch Vor- und Nachlastsenkung, Ruhepuls und RR sinken.
Bei Übergewichtigen sinkt steigt die Vitalkapazität der Atmung.
Cholesterin, Triglyceride und Blutzucker sinken. Eine echte Hypoglykämie ist bei gesundem Patienten nicht möglich. Mäßig erhöhte Leberwerte normalisieren sich.
Die Harnsäure steigt aufgrund des Eiweißabbaus. Gichtanfälle werden möglich!
Der Kohlenhydratstoffwechsel bei Diabetes mell. II verbessert sich.
Die Gelenke und die Wirbelsäule werden statisch entlastet.
Körperliches Training ist möglich! Cave Leistungssportler.
Der Fastende gewinnt durch das Fasten in der Regel an Selbstvertrauen.
Fasten kann ein starker Impuls für einen gesünderen Lebensstil sein.

Ausleitende Verfahren

Hippokrates von Kos 460-370 v.Chr. war der erste herausragende Vertreter der Humoralmedizin. Die theoretische Grundlage seines Therapiekonzeptes war die Lehre von den vier Kardinalsäften (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle). Seine Folgerung aus der uralten Kenntnis von Zusammenhängen zwischen Körperinnerem und Hautoberfläche war, dass der Körper bei Krankheit durch Beeinflussung der inneren Organe gereinigt werden kann, indem über äußerliche Maßnahmen schädliche Stoffe nach außen abgeleitet werden. Daraus resultiert der Begriff “ausleitende Verfahren”. In allen Kulturkreisen gab es bis zum Mittelalter hervorragende humoraltherapeutische Ärzte, die ihr Wissen in unzähligen Schriften überliefert haben. Der bedeutendste war Paracelsus von Hohenheim, an dem sich später alle Humoralärzte orientierten.